permakultur

Seit April 2026 wächst auf dem Hof von Metina Schritt für Schritt eine Permakulturfläche, die wir an gemeinsamen Aktionstagen aufbauen. Hier berichten wir laufend, was entstanden ist. Der neuste Eintrag steht zuoberst.

September 2026: Beete, Swales und ein erster Förderbeitrag

Seit dem ersten Permakulturtag im April ist in der Permakultur von Metina einiges gewachsen. Nach dem starken Start am 25. April 2026 folgten weitere Aktionstage im Juni, August und September. Dabei wurde wieder geschaufelt, getragen, geplant, gejätet, gemessen, gebaut und ziemlich viel ausprobiert.

Aus den ersten Ideen ist Schritt für Schritt ein sichtbares Permakultursystem entstanden. Neben der Kräuterspirale, dem Steinbiotop, der Totholzecke und der Wildblumenwiese sind inzwischen weitere Elemente dazugekommen: Beerenbereiche mit Rankgittern, ein Weidentor, eine Dreikammer-Kompostanlage, Wege, Beete in Blumenform sowie erste Swales zur Wasserführung.

Auch hinter den Kulissen hat sich einiges entwickelt. Es hat sich ein kleines Planungsgrüppli gebildet, das Ideen sammelt, weiterdenkt und in eine gemeinsame Planung überführt. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell einen fertigen Garten zu bauen. Vielmehr wächst das Projekt Schritt für Schritt: beobachten, ausprobieren, auswerten und weiterentwickeln.

Ein schöner Meilenstein ist zudem, dass mit dem BKW Ökofonds ein erster Förderbeitrag gesprochen wurde. Das zeigt, dass das Projekt auch von aussen als wertvoller Beitrag zur ökologischen Aufwertung wahrgenommen wird.

Die neuen Beete rund um die Kräuterspirale wurden in Blumenform ausgemessen und vorbereitet. Sie sollen künftig vor allem für Gemüse genutzt werden. Der Boden wird dabei mit Karton, Mist, Erde, Grünmaterial und Gründüngung aufgebaut – ganz im Sinne der Permakultur: vorhandene Ressourcen nutzen, Kreisläufe stärken und den Boden langfristig verbessern.

Bodenaufbau mit Karton, Mist und Grünmaterial

Ein weiterer wichtiger Schritt war der Bau der ersten Swales. Diese flachen Wassergräben helfen, Regenwasser im Gelände zu halten, statt es einfach abfliessen zu lassen. Langfristig sollen sie den Boden unter den bestehenden Obstbäumen feuchter und fruchtbarer machen. Dort ist ein Food Forest geplant – also ein essbarer Waldgarten mit Obstbäumen, Beeren, Kräutern, Stauden und Bodendeckern.

Bau des ersten Swales

Besonders schön ist weiterhin, wie viel Wissen, Tatkraft und Begeisterung aus der Gemeinschaft zusammenkommt. Menschen bringen Ideen ein, arbeiten praktisch mit, stellen Fragen, denken weiter und helfen mit, dass aus einer Wiese langsam ein lebendiger Ort für Biodiversität, Ernährung, Begegnung und gemeinsames Lernen entsteht.

Die nächsten Aktionstage sind bereits geplant: Am 7. November 2026 soll voraussichtlich eine Wildhecke gepflanzt werden. Am 20. Februar 2027 steht der Rückschnitt der bestehenden Obstbäume im Zentrum.

Kurz gesagt: Die Permakultur lebt weiter, die Pläne werden konkreter – und die Hände bleiben vermutlich noch eine ganze Weile dreckig.

Frühere Einträge

April 2026: Der erste Permakulturtag

Am ersten Permakulturtag von Metina (25. April 2026) wurde nicht nur geschaufelt, geschleppt und geschwitzt, sondern auch visioniert, geplant und mit viel Begeisterung in die Zukunft gedacht.

Mit insgesamt neun motivierten Menschen ist ein starker Start gelungen. Die Kräuterspirale ist fast fertiggestellt, das Steinbiotop mit Totholzecke wurde aufgebaut, die Wildblumenwiese hat ihren Platz gefunden und auch das Metina-Schild durfte natürlich nicht fehlen. Zusätzlich wurde eine Totholzmauer als natürlicher Windschutz gebaut sowie erste Steinplatten verlegt, die künftig den Weg in den Garten leiten.

Die Kräuterspirale schafft auf kleinem Raum verschiedene Klimazonen: Von trocken und sonnig bis feucht und nährstoffreich. Damit bietet sie ideale Bedingungen für unterschiedlichste Kräuter sowie wertvolle Nahrung für Wildbienen und andere Insekten.

Das Steinbiotop und die Totholzmauer schaffen wichtige Rückzugsorte für Eidechsen, Wildbienen, Käfer und viele weitere Nützlinge. Auch die Wildblumenwiese leistet einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität, da sie Nahrung, Schutz und Lebensraum für zahlreiche heimische Arten bietet.

Zwischen Schubkarre, Spaten und ziemlich viel Grasnarben entstanden zudem viele Gespräche über Ideen, Wünsche und langfristige Visionen für den Garten. Besonders schön war zu sehen, wie viel Fachwissen, praktische Erfahrung und echter Arbeitswille in der Gruppe zusammengekommen sind. Aus einer Idee wird langsam ein lebendiger Ort für Biodiversität, Begegnung und gemeinsames Gestalten.

Bis zu den Herbstferien 2026 sind voraussichtlich drei weitere Aktionstage geplant. Auch die Zuständigkeiten für die nächsten Schritte wurden bereits verteilt. Das Projekt wächst also nicht nur im Boden, sondern auch in der Gemeinschaft.

Kurz gesagt: Der Garten lebt, die Hände sind dreckig und wir sind auf einem guten Weg.


Hast du Lust mitzumachen? Ob jung oder alt, erfahren oder unerfahren: Wir freuen uns auf alle, die mitwirken wollen! Schreib uns dazu einfach auf info@metina.ch.